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Begleitungen
des häuslichen Kinderhospizdienstes
Nachfolgend einige Beispiele von Begleitungen, die wir durchgeführt haben. Die Schilderungen sind unserem Infobrief entnommen. seit Januar 2000
Marvin
So bekommt nicht nur Marvin Zuwendung und Besuch von außen, sondern auch er. Momentan wird ein weiterer Pate in die Familie eingeführt, so dass die Familie künftig durch zwei Paten begleitet wird.
Dieter
Carmen
Ich wollte sie zusammen mit zwei Damen unseres häuslichen Kinderhospizdienstes besuchen, um zu besprechen, wie wir die Familie begleiten könnten. Sie war vor einer Woche vom Olgäle nach Hause gekommen - inoperabler, schnell wachsender Gehirntumor - keine weitere Therapie mehr möglich. Die Eltern hatten entschieden, dass Carmen zu Hause sterben darf. Am Freitagmorgen sagt die Mutter den Termin zur Besprechung ab, da es Carmen plötzlich ganz schlecht geht. Ich hatte angeboten trotzdem vorbeizukommen. Was ich dann auch getan habe Als ich ins Zimmer von Carmen komme, hält die Mutter ihre Tochter in den Armen Carmens Augen sind geschlossen. Sie atmet ganz flach. Der Vater sitzt daneben und streichelt Carmen sanft. Immer wieder sagt er: "oh meine Carmen" und fragt mich und den evangelischen Pfarrer, der gerade da ist, mit Tränen in den Augen "warum". Es ist sonst still im Zimmer. Alle spüren, dass Carmen nicht mehr lange leben wird. 15 Minuten später atmet sie nicht mehr. Ich ermutige Vater und Mutter sie jeweils noch eine Weile auf ihren Armen zu halten, dann ziehen wir ihr ein letztes Mal ein schönes T-Shirt an. Als ihre Geschwister kommen liegt sie wie friedlich schlafend auf ihrem Bett. Das Weinen der beiden Schwestern und der Eltern erfüllt den Raum. Übrigens, die Warum-Frage habe ich ganz kurz beantwortet - das hat der evangelische Pfarrer dankbar mir überlassen. Trotz vieler kluger theologischer Bücher, die es dazu gibt, trotz Vielem, was man dazu sagen kann - gibt es für mich ehrlicherweise nur das zu sagen: ich weis auf diese Frage keine Antwort. Ich weis aber, dass ich mit dieser Familie einen kurzen Abschnitt ihres Weges mitgehen konnte. "Helfen" können wir nicht oder nur wenig. Was wir können ist "da sein", "mitgehen". Dass wir das tun und diese Menschen nicht alleine lassen ist schon eine große Hilfe. Durch das da sein, durch das Zuhören, durch das Verstehen kann dann etwas in Gang kommen." Aus meiner Ansprache beim Aktionstag für krebskranke Kinder in Nabern am 15. Oktober 2000 Alexandra
Zusammengestellt von Georg Hug |