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aktuelles
Das Kinderhospiz St. Nikolaus für Süddeutschland in Bad Grönenbach hat seinen Betrieb aufgenommen. Seit Dezember 2006 ist das Kinderhospiz St. Nikolaus in Betrieb. Nehmen sie Kontakt auf, wenn sie dort einen Aufenthalt machen wollen. Sie sind herzlich dazu eingeladen.
Aufgabe
Das Kinderhospiz im Allgäu ist ein Ort, an dem schwer kranke und sterbende Kinder gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern Ruhe, Hilfe und Unterstützung finden. Es soll "Zweites Zuhause" für betroffene Kinder, Eltern und Geschwister werden. Die Aufnahme ist ab der Diagnosestellung möglich. Kindgerechte Pflege, medizinische-, therapeutische Versorgung und psychologische-, seelsorgerliche, psychosoziale Betreuung. Betreuung und Begleitung auch über Jahre. Sterbebegleitung, Trauerbegleitung/Familienbegleitung auch über den Tod des Kindes hinaus.
Informationen Wenn Sie sich für das Kinderhospiz St. Nikolaus interessieren, sei es bezüglich einer Spende, sei es bezüglich einer Mitarbeit oder natürlich einem Aufenthalt für ihre Familie oder eine Familie, die sie kennen, melden Sie sich bitte.
Bedarf an weiteren stationären Kinderhospizen? Zum Bedarf an stationären Kinderhospizen können Sie sich beim Deutschen Kinderhospizverein in Olpe informieren. Wir stimmen mit dem Deutschen Kinderhospizverein überein, dass es, wenn die jetzt geplanten stationären Kinderhospize (Memmingen und Nordhausen) bestehen, vorerst keiner weiteren stationären Kinderhospize in Deutschland bedarf. Es ist auch eine Frage der verantworteten Verwendung von Spendengeldern, dass nicht an jeder Ecke Deutschlands ein stationäres Kinderhospiz betrieben werden kann. Dringend werden ambulante Kinderhospizdienste flächendeckend in ganz Deutschland gebraucht. Hier gibt es einen erheblichen Nachholbedarf. "Besteht der Bedarf für weitere stationäre Kinderhospize in Deutschland? Als
der Deutsche Kinderhospizverein 1990 mit seiner Arbeit begann,
war die Kinderhospizarbeit gänzlich unbekannt. Man eröffnete
1998 das Kinderhospiz Balthasar und bis heute sind weitere 4
Kinderhospize in Berlin, Hamburg, Syke und Düsseldorf dazu
gekommen, 2 weitere sind in Memmingen und Nordhausen in
Vorbereitung - das scheint auf den ersten Blick bezogen auf
Deutschland wenig zu sein. Es
gibt inzwischen viele engagierte Menschen, die von dieser Arbeit
gehört haben und überlegen, auch an anderen Orten zusätzliche
stationäre Kinderhospize zu errichten, aber ist das tatsächlich
notwendig? Aus
unserer bisherigen Erfahrung raten wir von der Planung weiterer
stationärer Kinderhospize an Orten, die sich in der Entfernung
von 250 km 350 km zu einem bestehenden stationären Kinderhospiz
befinden, ab. Das hat folgende Gründe: 1.
Die Zahl lebensbegrenzend erkrankter Kinder ist - im Vergleich
zu sterbenden Erwachsenen - gering, d.h. konkret leben 22.000
Kinder in Deutschland mit einer solchen Krankheit. Das bedeutet,
dass bei 1 Million Einwohner 275 Kinder betroffen sind. Es
bedeutet jedoch nicht, dass alle diese Kinder ein stationäres
Kinderhospiz brauchen. 2.
Ein Kinderhospiz mit 8 Plätzen muss ungefähr von 250 Familien
für mindestens 2 Wochen im Jahr besucht werden, um ausgelastet
zu sein. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass 250 km - 350 km
Radius dafür erforderlich sind, um genügend Familien zu
erreichen. Befindet sich in dieser Entfernung bereits ein
Kinderhospiz, liegt man in dessen Einzugsgebiet und es hat
keinen Sinn, hier ein weiteres Haus zu planen 3.
Die Investitionskosten kann man oft durch Spenden aufbringen,
aber das größte Problem stellen die Kosten des laufenden
Betriebs dar. Kinderhospize sind auf Dauer zu mindestens 50% auf
Spenden angewiesen, da die Refinanzierung über Kranken- und
Pflegekassen nur höchstens 50% beträgt. Z.B. das Kinderhospiz
Balthasar in Olpe muss dafür 600.000,- Euro jährlich an
Spenden einnehmen. Eine Verbesserung dieser Situation ist bei
derzeitiger finanzieller Lage im Gesundheitssystem bis auf
weiteres nicht in Sicht. 4. Es gab an verschieden
Orten in Deutschland Überlegungen, ein stationäres
Kinderhospiz zu bauen, z.B. in Mannheim, Hannover, Braunschweig,
Schwerin, Bad Segeberg und Kiel, - diese halten wir für nicht
tragfähig, da sie sich im Einzugsbereich bereits bestehender
Kinderhospize befinden. 5. Bisher gibt es kaum
ambulante Kinderhospizdienste, die die Familien zu Hause unterstützen
- diese sollten vorrangig aufgebaut werden, wie nachfolgend erläutert
wird. Warum
brauchen Familien ambulante Kinderhospizdienste? Die
gesamte Hospizbewegung fußt auf dem Grundsatz: ambulant vor
stationär. Das heißt, dass - auch nach dem Willen des
Gesetzgebers - zunächst eine ambulante Versorgung am Wohnort
angeboten werden soll. Ambulante Pflege für Kinder zu Hause
leisten Schwestern und Pfleger ambulanter
Kinderkrankenpflegedienste. Weitere Unterstützung und
Entlastung bieten geschulte Ehrenamtliche aus einem ambulanten
Kinderhospizdienst durch regelmäßige stundenweise Anwesenheit
und Entlastung in der Familie. Als Ergänzung kann - wenn die
ambulante Versorgung alleine nicht ausreicht - ein zeitlich
begrenzter Aufenthalt in einem stationären Kinderhospiz
erfolgen. Familien
können ab der Diagnose der lebensbegrenzenden Erkrankung des
Kindes bis zu 4 Wochen jährlich in einem stationären
Kinderhospiz verbringen. Gleichzeitig sind sie in den restlichen
48 Wochen zu Hause meistens ohne Unterstützung. Daher
hat der Deutsche Kinderhospizverein es sich zum Ziel gesetzt,
ambulante Angebote zu schaffen. In einem ambulanten
Kinderhospizdienst arbeiten geschulte Ehrenamtliche, die die
Familien stundenweise zu Hause entlasten. Dieses Angebot wird
von einer hauptamtlichen Leitungsperson koordiniert. Eine Liste
der bisher bestehenden ambulanten Kinderhospizdienste sowie der
Dienste im Aufbau ist in unserer Geschäftsstelle erhältlich. Martina
Lehmann-Geck Geschäftsführerin Gerne
beantworten wir im persönlichen Gespräch konkrete Fragen dazu
und bieten Ihnen unsere Unterstützung an. Wir freuen uns, wenn
Sie uns über neue Kinderhospizinitiativen, die geplant werden,
informieren. Die
Chance, Jahresheft 2004, Deutscher Kinderhospizverein e.V., S. 6
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